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Der Friedrichspark

- Woerth


(Parc Frédéric)


Geschichte des Denkmals

Der Friedrichspark
© Museum der Schlacht vom 6. August 1870

''Drowe àm Kaiser Friederich''. Dieser Ausdruck, der noch allgemein von der örtlichen Bevölkerung benutzt wird, erinnert daran, dass hier die Statue des Kronprinzen von Preußen, des späteren deutschen Kaisers Friedrich III. stand. Stellen Sie sich über diesen beeindruckenden Steinen aus Vogesen-Sandstein eine über 5 m große Reiterstatue vor, die Friedrich III. zu Pferd zeigt, der am anderen Talrand der Sauer die französischen Linien mit seinen Augen erspäht und dabei seinen Truppen die Angriffsrichtung zeigt. Von hier aus leitet er am 6. August ab 13 Uhr das Ende der Kämpfe. Nach der Schlacht begleitet ihn ein großes Jubelgeschrei in den Straßen von Froeschwiller, das in die Hände der deutschen Verbündeten gefallen ist.
Friedrich, der frankophil, fortschrittlich und liberal ist, ist auch ein heftiger Gegner seines Vaters, des Kaisers Wilhelm I., sowie von Bismarck, was ihm die Sympathie vieler seiner Untertanen einbringt. Er wird als 99-Tage-Kaiser in die Geschichte eingehen.
Die Statue wird 1895 mit großem Prunk durch Wilhelm II., seinen ältesten Sohn, der nach dem Tod seines Vaters ebenfalls Kaiser wird, eingeweiht. Für Woerth und seine Einwohner ist es eine Feierlichkeit ohnegleichen: Die höchsten Persönlichkeiten Deutschlands nehmen daran teil!
Nachdem das Elsass wieder französisch geworden ist, wird die Statue des Prinzen, die nun erneut das Symbol des deutschen Feindes ist, 1919 von ihrem Sockel gestürzt. Sie wird eingeschmolzen, um die Glocken der protestantischen Kirche von Woerth zu ersetzen ... aus denen im Ersten Weltkrieg Kanonen gegossen worden waren. Heute wie damals bestimmen sie den Tageslauf. Manchmal hört man die Alten noch sagen: ''Hörst du den alten Fritz ...!''. Im hiesigen Dialekt: ''Heersch de àlt Freetz'', eine Erinnerung aus einer noch gar nicht allzu weiten Vergangenheit.
Weitere Auskünfte erhalten Sie im Museum der Schlacht vom 6. August 1870 in Woerth.